Sachverständigenbüro · Trennung & Scheidung

Immobiliengutachten bei Scheidung & Zugewinnausgleich

Bei einer Trennung ist die gemeinsame Immobilie oft der größte Vermögenswert – und der häufigste Streitpunkt. Wir ermitteln ihren Wert neutral, zu jedem erforderlichen Stichtag und so begründet, dass er vor Gericht standhält.

§ 1384BGB – Stichtag Endvermögen
§ 194BauGB – gerichtsverwertbarer Verkehrswert
17024DIN EN ISO/IEC · DIAZert
2–4Wochen nach Ortstermin

Warum ein Gutachten

Ein neutraler Wert spart Geld und Nerven

Wer die Immobilie übernimmt, wer auszahlt, wie der Verkaufserlös geteilt wird – alles hängt an einer Zahl. Sie sollte von jemandem kommen, der keiner Seite verpflichtet ist.

Schluss mit dem Zahlenstreit

Solange jede Seite ihren eigenen Wert im Kopf hat, dreht sich jede Verhandlung im Kreis. Ein unabhängiger Verkehrswert macht aus Meinungen eine gemeinsame Grundlage.

Faire Auszahlung

Übernimmt einer die Immobilie, hängt die Ausgleichszahlung direkt am Wert. Schon wenige Prozent Abweichung bedeuten bei einem Einfamilienhaus schnell fünfstellige Beträge.

Belastbar vor Gericht

Ein vollständig begründetes Verkehrswertgutachten nach § 194 BauGB ist zur Vorlage bei Gericht geeignet und hält fachlichen Rückfragen stand.

Kosten des Verfahrens senken

Wer sich auf einen Wert einigt, bevor es zum Streit kommt, spart oft Zeit, Anwalts- und Verfahrenskosten – und einen gerichtlich bestellten Zweitgutachter.

Stichtage

Oft braucht es nicht einen Wert, sondern zwei

Beim Zugewinnausgleich wird verglichen, was jeder Partner zu Beginn und am Ende der Ehe besaß. Gehörte die Immobilie schon vorher einem Partner – oder wurde sie während der Ehe geerbt oder geschenkt –, zählt der Wertzuwachs.

Anfangsvermögen

Wert der Immobilie am Tag der Eheschließung (§ 1374 BGB) – bzw. bei Erbschaft oder Schenkung während der Ehe zum Zeitpunkt des Erwerbs. Wir bewerten rückwirkend mit den damaligen Marktdaten.

Endvermögen

Wert der Immobilie an dem Tag, an dem der Scheidungsantrag zugestellt wurde (§ 1384 BGB). Spätere Wertänderungen spielen für den Zugewinn keine Rolle mehr.

Der Unterschied zählt

Die Differenz ist der Zugewinn der Immobilie. Beide Werte sollten aus einer Hand und nach derselben Methodik stammen – sonst ist der Vergleich angreifbar.

Leistungen

Welches Gutachten passt zu Ihrer Situation?

Nicht jede Trennung braucht ein vollständiges Verkehrswertgutachten. Wir sagen Ihnen ehrlich, was Sie wirklich benötigen.

Kurzgutachten

Für die außergerichtliche Einigung: nachvollziehbare Wertaussage, schnell und zum Festhonorar. Ideal, wenn beide Seiten eine neutrale Zahl als Verhandlungsbasis wollen.

Verkehrswertgutachten nach § 194 BauGB

Für streitige Fälle und gerichtliche Verfahren: vollständig begründet, zu allen erforderlichen Stichtagen, zertifiziert nach DIN EN ISO/IEC 17024. Honorar nach BVS-Richtlinie.

Ein Wert, den beide Seiten akzeptieren können.

Ablauf

In vier Schritten zum Gutachten

Sachlich, diskret und für beide Seiten transparent.

01

Erstgespräch & Stichtage

Sie schildern uns die Situation – allein, gemeinsam mit Ihrem Ex-Partner oder über Ihre Anwaltskanzlei. Wir klären, zu welchen Stichtagen bewertet werden muss und ob ein Kurzgutachten genügt, und nennen Ihnen ein verbindliches Honorar.

kostenfrei
02

Unterlagen & Ortstermin

Wir fordern die nötigen Unterlagen an und besichtigen die Immobilie. Wohnt nur noch einer der Partner im Objekt, stimmen wir den Termin so ab, dass beide Seiten informiert sind.

vor Ort
03

Wertermittlung

Bewertung nach ImmoWertV 2021 zu jedem erforderlichen Stichtag – bei zurückliegenden Stichtagen mit den damaligen Marktdaten des Gutachterausschusses. Jedes Gutachten wird im Vier-Augen-Prinzip geprüft.

Vier-Augen-Prinzip
04

Gutachten & Erläuterung

Sie erhalten das unterschriebene Gutachten – auf Wunsch direkt auch an beide Anwaltskanzleien. Bei Rückfragen erläutern wir die Herleitung fachlich und neutral.

2–4 Wochen nach Ortstermin

Unser Rat

Am besten gemeinsam beauftragen

Ein Gutachten, das beide Partner zusammen in Auftrag geben, wird fast immer auch von beiden akzeptiert.

  • Ein Sachverständiger statt zwei konkurrierender Parteigutachten
  • Kosten lassen sich zwischen beiden Partnern teilen
  • Weisungsfrei: Wir behandeln beide Seiten gleich und informieren beide gleichermaßen
  • Auf Wunsch Versand direkt an beide Anwaltskanzleien

Vorbereitung

Diese Unterlagen benötigen wir

Je vollständiger die Unterlagen, desto schneller das Ergebnis. Was fehlt, beschaffen wir auf Wunsch mit Ihrer Vollmacht.

  • Aktueller Grundbuchauszug
  • Grundrisse, Schnitte und – soweit vorhanden – Wohnflächenberechnung
  • Lageplan oder Flurkartenauszug
  • Energieausweis
  • Kaufvertrag bzw. Übergabe- oder Schenkungsvertrag (wichtig für das Anfangsvermögen)
  • Nachweise zu Umbauten und Modernisierungen mit Jahresangabe
  • Bei Eigentumswohnungen: Teilungserklärung, Wirtschaftsplan, Protokolle der Eigentümerversammlung
  • Bei Vermietung: Mietverträge und aktuelle Mieterliste

Auf einen Blick

Umfang, Dauer und Honorar

Was Sie bei dieser Leistung erwarten können – verbindlich, bevor Sie beauftragen.

UmfangVerkehrswertgutachten nach § 194 BauGB zu allen erforderlichen Stichtagen (Anfangs- und Endvermögen), mit Ortsbesichtigung sowie vollständiger Dokumentation und Herleitung (meist 40–50 Seiten) – oder Kurzgutachten mit kompakter Dokumentation für die außergerichtliche Einigung
DauerIn der Regel 2–4 Wochen nach dem Ortstermin
HonorarVerkehrswertgutachten nach BVS-Honorarrichtlinie, Kurzgutachten ab ca. 1.500 € – jeweils als verbindlicher Festpreis vorab; Zuschlag je weiterem Stichtag
Geeignet fürFamiliengericht und Anwaltskanzleien (Zugewinnausgleich), außergerichtliche Einigung der Ehepartner, Übernahme oder Verkauf der gemeinsamen Immobilie
QualifikationZertifizierter Sachverständiger nach DIN EN ISO/IEC 17024 (DIAZert), TEGoVA Recognised European Valuer (REV) – Vier-Augen-Prinzip
Preise & HonorareUnterlagen-Checkliste (druckbar)

Grundlagen

Zugewinn / Eheauseinandersetzung

Bei Scheidungen spricht vieles dafür, einen unabhängigen Sachverständigen zu beauftragen und ein Gutachten für die Immobilie zu erstellen – Dieser hat einen objektiven Blick auf das Geschehen.

Der Sachverständige als Stütze

Während einer Scheidung müssen nicht nur emotional schwere Fragen beantwortet werden, sondern auch finanzielle. Da eine solche Auseinandersetzung persönlich belastbar sein kann, spricht vieles dafür, einen unabhängigen Sachverständigen zu beauftragen, ein Gutachten für die Immobilie zu erstellen, da dieser einen objektiven Blick auf das Geschehen hat. Dadurch können die ein oder anderen finanziellen Fragen beantwortet werden.

Auszahlung durch den einen Ehepartner

Nicht selten ist es der Fall, dass der eine Ehepartner den anderen auszahlt und zuvor wird der Wert der Immobilie und der Zugewinn bestimmt. Der Zugewinn ist das während der Ehe erworbene Vermögen der Ehepartner und dabei kann es sich neben erwirtschaftetem Geld auch um eine Wertsteigerung der Immobilie handeln. Diese kann aus verschiedenen Gründen an Wert gewinnen, wie zum Beispiel vorgenommene Renovierungen, die Marktlage und Immobilienpreise oder eine Aufwertung der Wohngegend durch städtebauliche Maßnahmen. Dabei kann es kompliziert werden, wenn man berücksichtigen und nachvollziehen möchte, welche Partei für welche Kosten aufgekommen ist und wie der Zugewinn letztendlich aufgeteilt werden kann.

Bei jeglichen Fragen bezüglich eines Gutachtens vor dem Hintergrund einer Eheauseinandersetzung unterstützen wir Sie gerne!

Verkauf der Immobilie

Es kann natürlich auch vorkommen, dass die Parteien sich darauf einigen, die Immobilie vollständig zu verkaufen. Aber auch in einer solchen Situation ist ein Gutachten nur von Vorteil, damit dargelegt werden kann, wie viel die Immobilie genau wert ist. Einer fairen Aufteilung des Verkaufspreises steht somit nichts im Wege.

In jedem Fall – rechtlich abgesichert

Die Bewertung der Immobilie und des Zugewinns bietet zudem auch eine rechtliche Grundlage, die im Zweifel vor Gericht verwendet werden kann. Dies gilt jedoch nur für Verkehrswertgutachten, da diese erheblich ins Detail gehen und neben einer genauen Objektbeschreibung auch noch eine ausführliche Erläuterung zu der Wertermittlung liefern.

Wenn beide Parteien einvernehmlich die Angelegenheit nicht vor Gericht bringen wollen, bietet sich ein Kurzgutachten an. So ein Gutachten stellt die kostengünstige Variante dar, kann aber nicht als offizielle Grundlage vor Gericht verwendet werden. Ein Kurzgutachten beinhaltet eine kurze, aber übersichtliche Beschreibung des Objekts und nennenswerte Faktoren oder Unterlagen, die für den Wert der Immobilie relevant sind.

Im Fall einer Scheidung ist ein Gutachten in jeder Hinsicht eine zufriedenstellende Grundlage, die beiden Parteien Verhandlungssicherheit bietet und auf klaren Fakten basiert. Ebenfalls ist es von großem Vorteil, wenn beide Parteien sich gemeinsam für einen Sachverständigen entscheiden, der beide während des Prozesses begleitet.

Häufige Fragen

Zu welchem Stichtag wird die Immobilie bewertet?

Für den Zugewinnausgleich zählt beim Endvermögen der Tag, an dem der Scheidungsantrag rechtshängig wird, also dem anderen Ehepartner zugestellt ist (§ 1384 BGB). Gehörte die Immobilie schon bei der Heirat einem Partner, ist zusätzlich ihr Wert im Anfangsvermögen zum Tag der Eheschließung maßgeblich (§ 1374 BGB). Wir bewerten zu jedem Stichtag, den Ihr Fall erfordert. Welche Stichtage rechtlich gelten, klären Sie mit Ihrer Anwaltskanzlei.

Die Immobilie wurde während der Ehe geerbt oder geschenkt – spielt sie dann überhaupt eine Rolle?

Ja, häufig sogar eine große. Was ein Ehepartner während der Ehe erbt oder geschenkt bekommt, wird grundsätzlich seinem Anfangsvermögen zugerechnet (§ 1374 Abs. 2 BGB). Eine Wertsteigerung seit dem Erwerb kann aber in den Zugewinn fallen. Dafür wird der Wert zu zwei Zeitpunkten benötigt: zum Erwerb und zum Stichtag des Endvermögens. Geht es um eine geerbte oder geschenkte Immobilie, hilft auch unsere Seite Immobiliengutachten bei Erbschaft & Schenkung.

Kurzgutachten oder Verkehrswertgutachten – was brauche ich?

Wollen beide Seiten sich außergerichtlich einigen, reicht oft ein Kurzgutachten: günstiger, schneller, mit nachvollziehbarer Wertaussage – aber nicht als förmliche Grundlage für ein Gerichtsverfahren gedacht. Zeichnet sich Streit ab oder läuft bereits ein Verfahren, ist das vollständig begründete Verkehrswertgutachten nach § 194 BauGB die richtige Wahl. Wir beraten Sie dazu im kostenfreien Erstgespräch; Hintergründe bietet auch unser Ratgeber Immobilienbewertung bei Scheidung.

Können wir das Gutachten gemeinsam in Auftrag geben?

Ja – und das ist oft der beste Weg. Beauftragen beide Partner gemeinsam einen Sachverständigen, akzeptieren in der Regel auch beide das Ergebnis, und die Kosten lassen sich teilen. Wir arbeiten weisungsfrei und behandeln beide Seiten gleich.

Akzeptiert das Gericht ein privat beauftragtes Gutachten?

Ein Privatgutachten ist im Verfahren ein fundierter Vortrag der Partei, die es vorlegt. Das Gericht kann darauf aufbauen oder einen eigenen Sachverständigen bestellen. Ein sauber begründetes, zertifiziertes Gutachten erhöht die Chance, dass beide Seiten den Wert anerkennen und ein weiteres Gutachten entbehrlich wird.

Was kostet ein Gutachten bei Scheidung?

Das Verkehrswertgutachten wird nach der Honorarrichtlinie des Bundesverbands (BVS) berechnet und richtet sich nach dem Wert der Immobilie. Für jeden weiteren, zurückliegenden Stichtag fällt ein Zuschlag an. Das Kurzgutachten bieten wir zum Festhonorar an. Sie erhalten vor der Beauftragung ein verbindliches Angebot.

Wie lange dauert die Erstellung?

In der Regel zwei bis vier Wochen nach dem Ortstermin, sofern die Unterlagen vollständig vorliegen. Drängt eine gerichtliche Frist, sprechen Sie uns an – wir stimmen den Zeitplan individuell ab.

Kontakt

Kostenfreies Erstgespräch zu Ihrer Immobilie

Schildern Sie uns kurz die Situation und das Objekt – gern auch gemeinsam oder über Ihre Anwaltskanzlei. Wir sagen Ihnen, welches Gutachten Sie brauchen und was es kostet.

Sie trennen sich und brauchen einen neutralen Wert?